Bilderrahmen-Maße richtig messen – Innen- vs. Außenmaß

Wer einen Bilderrahmen kauft, stolpert früher oder später über eine wichtige Frage: Welches Maß ist gemeint – das Innenmaß oder das Außenmaß? Die Verwechslung dieser beiden Angaben ist einer der häufigsten Fehler beim Rahmenkauf. Mit ein bisschen Grundwissen lässt er sich leicht vermeiden.

Was ist das Innenmaß?

Das Innenmaß (auch Falzmaß genannt) beschreibt die lichte Weite des Rahmens – also den Bereich, in den das Bild, der Druck oder das Foto tatsächlich eingelegt wird. Wenn Sie ein Bild mit den Maßen 30 × 40 cm einrahmen möchten, dann benötigen Sie einen Rahmen mit einem Innenmaß von mindestens 30 × 40 cm.

Wichtig: Das Innenmaß ist das entscheidende Maß beim Kauf. Orientieren Sie sich immer an der Größe Ihres Bildes oder Passepartouts – nicht an einem anderen Rahmen, den Sie zufällig zur Hand haben.

Was ist das Außenmaß?

Das Außenmaß gibt die Gesamtgröße des fertigen Rahmens an – also inklusive des Rahmenprofils rundherum. Je nach Profilbreite kann das Außenmaß deutlich größer ausfallen als das Innenmaß. Ein Rahmen mit einem Innenmaß von 30 × 40 cm kann je nach Profil ein Außenmaß von z. B. 34 × 44 cm haben.

Das Außenmaß ist vor allem dann relevant, wenn Sie wissen müssen, wie viel Platz der fertig gerahmte Bilderschmuck an Ihrer Wand einnehmen wird – oder wenn Sie mehrere Rahmen nebeneinander aufhängen und einen gleichmäßigen Abstand planen möchten.

Was ist der Falz?

Die meisten Rahmen haben einen sogenannten Falz – eine kleine Überlappung am inneren Rand des Profils. Dieser Falz hält das Bild im Rahmen und überdeckt dabei den Bildrand minimal, meist 3–5 mm pro Seite. Das bedeutet: Wenn Ihr Bild exakt 30 × 40 cm groß ist, wird ein schmaler Streifen am Rand nicht sichtbar sein.

Möchten Sie, dass Ihr Bild vollständig zu sehen ist, sollten Sie entweder einen Rahmen mit größerem Innenmaß wählen oder ein Passepartout verwenden, das das Bild korrekt positioniert.

Standardmaße oder Sonderanfertigung?

Viele Rahmen werden in genormten Standardgrößen angeboten – z. B. 10 × 15, 13 × 18, 20 × 30 oder 50 × 70 cm. Diese Maße beziehen sich in der Regel auf das Innenmaß. Haben Sie ein Bild in einer ungewöhnlichen Größe, zum Beispiel aus einem älteren Druck oder einem professionellen Fotolabor, lohnt sich eine Maßanfertigung, damit Innenmaß und Bildgröße perfekt übereinstimmen.

Praktische Tipps beim Messen

  • Messen Sie Ihr Bild oder Ihren Druck immer mit einem Lineal oder Maßband – verlassen Sie sich nicht auf die aufgedruckte Größenangabe.
  • Messen Sie an mehreren Stellen, da Papier sich leicht verzieht und die Kanten nicht immer exakt gerade sind.
  • Planen Sie bei handgemachten oder älteren Werken etwas Spielraum ein.
  • Wenn Sie ein Passepartout verwenden, ist das Außenmaß des Passepartouts das maßgebliche Innenmaß des Rahmens.

Fazit

Innenmaß gleich Bildgröße – diese Faustregel reicht für die meisten Fälle vollkommen aus. Wer zusätzlich den Falz im Blick behält und bei der Wandplanung das Außenmaß kennt, ist bestens gerüstet für den nächsten Rahmenkauf.

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